Im Werk des Fotografen Eric Asamoah spielt die eigene Geschichte seit jeher eine wichtige Rolle. Für Magazine und Marken inszeniert er oft Mode und Luxusprodukte, doch in seinen persönlichen Projekten reflektiert er Themen wie Identität und Herkunft. Asamoahs Familie stammt ursprünglich aus Ghana, seine Großmutter wanderte nach London aus und Ende der 1980er Jahre zogen seine Eltern nach Linz, Österreich, wo Asamoah und sein Bruder zur Welt kamen. Heute lebt er zwischen Wien und Paris.
Seine neueste Ausstellung „As Our Hearts Bow“, die gerade im Foto Arsenal in Wien eröffnet hat, dürfte seine bisher persönlichste sein. Vergangene Woche feierte Asamoah die Eröffnung gemeinsam mit T Germany im Rahmen einer Führung durch die Ausstellung mit anschließendem Dinner. „As Our Hearts Bow“ stellt zum ersten Mal keine eigenen Bilder von Asamoah in den Mittelpunkt, sondern Aufnahmen aus Familienalben, die der Fotograf im vergangenen Jahr im Haus seiner Großmutter gefunden hatte. Sie zeigen Momente aus den 1960er bis 1990er Jahren, eine Zeit, die er selbst nie erlebt hat. Und sie symbolisieren für ihn ein Erbe, das bis heute seine Arbeit prägt. „Durch die Fotos bin ich nicht nur meiner Familie neu begegnet, sondern auch meiner eigenen künstlerischen Tradition“, sagt er.
Am Eröffnungsabend empfing Asamoah gemeinsam mit dem Direktor des Foto Arsenal Felix Hoffmann, Kuratorin Mona Schubert sowie Director Communication Germany & Central Eastern Europe von Chanel Carolin Henk und T Germany Chefredakteur Konstantin Spachis. Gäste stimmten sich mit Champagner und Cocktails auf den Abend ein, bis Asamoah zum Besuch der Schau einlud. Wie durch ein begehbares Familienalbum führte der durch den ersten, leicht abgedunkelten Raum, in dem Familienfotos an die Wände projiziert wurden, als würde man sich alte Dias ansehen. Die Fotos zeigen vor allem Asamoahs Großmutter Lucy, seine Mutter Jane, Tanten und Freund:innen der Familie in Ghana und Linz. „Die Fotos zeigen, was die Frauen in meiner Familie alles geleistet haben. Sie haben für uns gesorgt, sie haben die Alben gepflegt. Sie sind die Trägerinnen der Zeit“, sagt Asamoah.
Der nächste Raum mit dem zweiten Teil der Ausstellung ist durch eine semitransparente Stoffwand abgetrennt. Das suggeriere den Blick auf eine Erinnerung, „die nur noch schemenhaft zu erkennen ist“, sagte Asamoah. Im zweiten Teil finden sich Fotografien von Schuhen, die einst seiner Großmutter Lucy gehörten, sowie der Abdruck eines Gedichts, das Asamoah für diese Ausstellung geschrieben hatte. Zum Ende der Führung las er es mit ruhigen Worten vor, während im Hintergrund der atmosphärische Sound eines selbst komponierten Stücks erklang.
Die Gäste verweilten noch ein wenig länger, bis es mit Vans zur Dinnerlocation ins Restaurant „Salzamt“ in ersten Bezirk der Stadt ging.
Die Location
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1983 gilt das „Salzamt“ als beliebter Treffpunkt der Wiener Kunst- und Kulturszene mitten im sogenannten Bermudadreieck, dem Ausgeh- und Szeneviertel im ersten Bezirk. Benannt ist es nach dem historischen Wiener Salzamt, das sich an dieser Stelle einst befand: der Ort, an dem Salz versteuert wurde. Im Speiseraum des Restaurants standen lange weiß gedeckte Tische mit Wiener Kaffeehausstühlen für 50 Gäste bereit, Wandleuchten im Art-Déco-Stil tauchten alles in ein warmes Licht. Die Gäste trafen nach und nach ein, schnell bediente man sich an Sauerteigbrot und Butter, und die ersten Gläser Weißwein wurden eingeschenkt.

Die Gäste
Die Gästeliste vereinte Persönlichkeiten der Wiener und deutschen Kunst- und Kulturszene. Anwesend waren zum Beispiel der Modefotograf Jork Weismann und die Künstlerin Michaela Schwarz-Weismann, sowie der Schauspieler Nick Romeo Reimann. Außerdem Rebecca Wilton, Co-Leiterin des Distanz Verlag, Linda Conze, Leiterin der Sammlung Fotografie am Museum Kunstpalast Düsseldorf, und Cassandra Trenary, erste Solotänzerin am Staatsballett Wien. Die österreichische Museumsszene war auch mit Lisa Ortner-Kreil vertreten, Kuratorin an der Landesgalerie Niederösterreich.
Das Essen
Das „Salzamt“ ist bekannt für seinen Mix aus Bistroküche und Wiener Klassikern. Zur Vorspeise servierte man Mozzarella mit Melone, Krabbensalat und Shrimpscockatil sowie Rindertartar und Cornichons. Es folgten Salat mit Pfifferlingen, Pommes und natürlich Wiener Schnitzel, traditionell garniert mit Zitrone und Preiselbeeren. Alles wurde „Family Style“ serviert. Und natürlich blieb noch Platz für das Dessert: karamellisierter Topfenstrudel.
Die Drinks
Beim Empfang im Foto Arsenal konnten die Gäste zwischen Champagner und Cocktails wählen, die von Holzer Original entwickelt wurden, einem Wiener Label für traditionelle Bitterspirituosen. Der „Classic Holzer Hi“ bestand aus Minzsoda und Fernet, während für den „C.O.“ Kakaolikör mit Tequila Blanco, Blutorange und Limette gemixt wurden. Der „Pomegranate Cosmo“ vereinte Holzer Original BC mit Limette, Granatapfel, Curacao und Vodka.
Das Souvenir
Auf den Stühlen wartete eine Goodie Bag mit der neuesten Ausgabe von T Germany sowie eine Cap aus der neuen Merch-Kollektion. Ebenso blieben von dem Abend Erinnerungen an die entspannte Stimmung und viele Gespräche, die noch lange nach dem Dessert weitergingen.




















